Heilbronner Adventskalender

Die Heilbronner Rathausuhr ziert das Titelbild des Heilbronner Adventskalenders 2015.

Hohenloher Adventskalender

Der Weihnachtsmarkt auf dem Öhringer Marktplatz schmückt den Hohenloher Adventskalender.

Veranstaltungen

 

 

45 Jahre Aktion Menschen in Not

Start der 46. Spendenaktion: Bedürftigen schnell helfen

Bedürftige Nachbarn hoffen auf Spenden - denn es gibt in der Region mehr Leid, als viele vermuten

Chefredakteur Uwe Ralf Heer

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

 

Der Auftakt der Spendenaktion „Menschen in Not“ ist für unser Medienunternehmen auch nach all den Jahren alles andere als bloße Routine. Dieser Tag markiert immer etwas Besonderes in unserem ganz persönlichen Handeln. Denn mit dem Beginn dieser Hilfsaktion rücken jene Themen und Menschen aus der direkten Nachbarschaft in den Mittelpunkt, die in der Hektik des Alltages oder in der Informationsflut zwischen wirtschaftlichen Erfolgsmeldungen und manch düsteren Zukunftsprognosen oft untergehen.

Auch in unserer wirtschaftsstarken Region gibt es nach wie vor viele Bedürftige, selbst wenn zuletzt die Flüchtlingsthematik die öffentliche Berichterstattung dominiert hat. Doch abseits aller Bilder aus Flüchtlingslagern und von den Grenzen dürfen die zigtausend Hartz-IV-Empfänger und Langzeitarbeitslosen im Unterland, in Hohenlohe und im Kraichgau ebenso wenig vergessen werden, wie die Armutsrentner, die überschuldeten Familien, die psychisch Kranken und die Behinderten. Oft haben diese Menschen keine Chance auf Arbeit. Und sehr häufig sind es Alleinerziehende, die mit ihren Minimaleinkünften auf unsere schnelle und direkte Unterstützung angewiesen sind. Viele Hilfsorganisationen aus der Region Heilbronn-Hohenlohe setzen auf die Spendenbereitschaft unserer Leser, damit wir all jenen helfen können, die am Rande der Gesellschaft stehen.

Hohe Mietpreise Mit großer Sorge sehen viele Verantwortliche zudem die Mietpreisentwicklung in unserer Region. Bereits seit vielen Jahren unterstützen wir Menschen, die eine viel zu hohe Miete und entsprechend hohe Nebenkosten bezahlen müssen und deshalb viel zu wenig Geld zum Leben haben. Da sich die Lage auf dem Wohnungsmarkt in der nächsten Zeit dramatisch verschärfen wird, dürfte sich die Zahl derer, die gerade hier für sich und ihre Kinder Unterstützung brauchen, eher noch erhöhen.

Natürlich werden wir immer wieder gefragt, was die Hilfsaktion „Menschen in Not“ für die Kriegsflüchtlinge tut. Auch hier werden wir uns einbringen, sobald die Asylsuchenden anerkannt sind und einen festen Wohnsitz in unserer Region haben. Alles andere wäre Aktionismus, der unbegründet ist, da die Flüchtlinge vorab vom Staat entsprechende Unterstützung erhalten. Wichtig ist, anschließend bei der Integration derer zu helfen, die bleiben. Und genau dann wird „Menschen in Not“ mit finanzieller Unterstützung und unserem sozialen Netzwerk gefordert sein.

Der Startschuss der 46. Hilfsaktion war vielversprechend: Bei der Gala für „Menschen in Not“ wurde zum einen für unsere Aktion gesammelt, zum anderen gab es viel Lob und Anerkennung für all jene, die sich ehrenamtlich einbringen und diese Hilfsaktion auf beeindruckende Art und Weise unterstützen. Nur so, und dank der unbürokratischen und direkten Hilfe, war es möglich, seit 1970 mehr als zwölf Millionen Euro an Spendengeldern einzunehmen und ohne Abzug weiterzugeben.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie, liebe Leserinnen und Leser, unsere Aktion auch in diesem Jahr tatkräftig unterstützen – jede Spende zählt! 

Uwe Ralf Heer, Chefredakteur