Heilbronner Adventskalender

Ein Ausschnitt aus einem Kirchenfenster der Kilianskirche ziert den Heilbronner Lions Kalender 2014.

Hohenloher Adventskalender

Das winterliche Waldenburg schmückt den Hohenloher Lions-Kalender 2014.

Benefiz zugunsten der HSt-Aktion Menschen in Not

 

Der Künstlerbund Heilbronn verkauft an den zwei Adventssonntagen, 14. und 21. Dezember,  in der Karlstraße 55 in Heilbronn künstlerische Arbeiten seiner Mitglieder. Die Hälfte des Verkaufserlöses wird gespendet. Geöffnet ist von 14 bis 18 Uhr. 

Start der 45. Spendenaktion: Bedürftigen schnell helfen

Zu hohe Miet- und Energiekosten, steigende Schuldenberge: Menschen in Not sammelt für notleidende Bürger in der Region

Chefredakteur Uwe Ralf Heer

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

 

Selten wurde uns innerhalb von nur einem Jahr überdeutlich, wie schnell das Leid nicht mehr nur abstrakt weit weg, sondern ganz nah sein kann. Die zahlreichen Krisenherde in aller Welt machen deutlich, wie wichtig gelebte Solidarität vor Ort ist.

Es gibt aber nicht nur das plakativ erkennbare Leid vieler Menschen, die sich auf der Flucht befinden, und denen wir in unserer Region eine Anlaufstelle und Hilfe bieten. Es gibt zudem nach wie vor sehr viele hilfsbedürftige Menschen im Kraichgau, in Hohenlohe und im Unterland, die auf unbürokratische Hilfe angewiesen sind. Dafür steht seit 1970 die Leseraktion „Menschen in Not“ unserer Tageszeitung.

In Vorgesprächen mit Sozialarbeitern aus dem Kraichgau, aus Hohenlohe und aus dem Stadt- und Landkreis Heilbronn wurde deutlich, wie dringend Unterstützung ist. Viele Menschen mit geringem Einkommen tun sich mit unverhältnismäßig teuren Mieten und hohen Nebenkosten sehr schwer. Bezahlbarer Wohnraum ist Mangelware. Diese Situation wird sich weiter verschärfen, solange der Wohnungsmarkt überteuert und leergefegt ist. Nur wer die hohen Preise bezahlen kann, findet adäquate Unterkünfte. Es liegt an uns, auch jenen zu helfen, die hier durchs Raster fallen.

Sind die Mieten hoch, reichen das Einkommen oder die Hartz-IV-Unterstützung nicht mehr zum Leben. Es werden Schulden aufgetürmt, die familiäre Situation wird für die Betroffenen und ihre Kinder immer bedrohlicher. Staatliche Jobcenter akzeptieren nur Mietobergrenzen für Mietzuschüsse: Wenn die Wohnung zu teuer ist, muss ein Hartz-IV-Empfänger den Fehlbetrag vom Lebensunterhalt zahlen. Auch die Zuschüsse zu den Heizkosten entsprechen dann nicht den tatsächlich anfallenden Summen, sondern werden heruntergerechnet. Das alles macht deutlich, wo die Hilfe unserer Leser bei der diesjährigen Spendenaktion dringend erforderlich ist.

Menschen in Not steht auch weiterhin für schnelle und direkte Unterstützung. Kein Cent der Spenden wird für Verwaltungs- oder andere Kosten abgezogen – alles geht direkt an Menschen in Not. Das garantiert unser Verlag auch bei der 45. Spendenaktion. Im vergangen Jahr haben wir uns über die Spendensumme von 574 000 Euro gefreut und dieses Geld umgehend an Hilfsbedürftige weitergeleitet. Insgesamt haben unsere Leser seit 1970 11,5 Millionen Euro gespendet – Menschen in Not ist das größte soziale Bindeglied unserer Region.

Unser Team steht auch weiterhin für aufwendige und mühsame Einzelfallhilfe. Dafür benötigen wir Ihre tatkräftige finanzielle Unterstützung. Jeder Euro zählt – die Kleinspende ist ebenso ein wichtiger Bestandteil unserer Hilfsaktion wie größere Summen. Setzen wir erneut ein Zeichen der Solidarität – wir danken Ihnen schon jetzt im voraus für Ihre treue Unterstützung.

Uwe Ralf Heer, Chefredakteur